27.10.2022 | HVO

Mit Neste MY:

Von 0 auf ca. 90 % weniger CO2 mit nur einer Tankfüllung

Von 0 auf gut 90 % weniger CO2 mit nur einer Tankfüllung ist mit paraffinischen Diesel-Kraftstoffen nach DIN EN 15940 wie beispielsweise Neste MY keine Schwierigkeit. Und obendrein wird bei der Verbrennung auch noch deutlich weniger Krebs erregender Feinstaub emittiert. Das Skigebiet am Feldberg setzt nicht zuletzt aus diesem Grund im Sinne der jährlich bis zu 400.000 Gäste auf den umweltfreundlichen Dieselkraftstoff, den EDi Energie-Direkt Hohenlohe liefert. Sachkundig betreut werden die Anwender des umweltfreundlichen Kraftstoffs von der Willi Schüler GmbH aus Ebringen. 

Wintersportgebiete wollen CO2-Ausstoss senken

Die Debatte um den CO2-Ausstoss in den Wintersportgebieten erhielt aktuell durch die Absage der Weltcup-Rennen der Saison 2022/23 sowohl mit dem Riesenslalom der Damen in Sölden als auch mit den Herrenabfahrten am Matterhorn neue Nahrung. Auch wenn sich die hohen Temperaturen im Oktober kurzfristig als Wetterphänomene einordnen lassen, spricht die langfristige Veränderung des Klimas eine deutliche Sprache, die sich anhand der Gletscherschmelze in den Alpen gut festmachen lässt.

Skigebiet Feldberg startet mit Neste MY

Als eines der ersten Skigebiete in Deutschland, das seinen aktiven Beitrag zur allgemeinen CO2-Reduktion beitragen will, hat sich das Skigebiet Feldberg im Schwarzwald dazu entschieden, Teile des Maschinenparks mit dem HVO-Kraftstoff Neste MY zu betreiben, der im Vergleich zu herkömmlichem Diesel bis zu 90 % CO2 im Betrieb des Skigebiets Feldberg einspart. Neste MY wird aus benutzten Speisefetten in einem speziellen Verfahren hergestellt, ist klar, nahezu geruchlos und selbst im Havariefall kaum gefährdend für das Grundwasser, da der nachhaltige Dieselkraftstoff in die Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend) eingestuft wird.

286,2 Tonnen CO2 gespart durch Neste MY

Die CO2-Reduktion, die das Skigebiet am Feldberg mit dem HVO-Kraftstoff Neste MY tatsächlich realisiert, lässt sich ganz einfach in Zahlen fassen: 120.000 Liter Neste MY plant man für den Einsatz in der diesjährigen Skisaison. Da der paraffinische Kraftstoff nach DIN EN 15940 ca. 90 % weniger CO2 (über den Gesamtlebenszyklus) ausstößt und ein Liter herkömmlicher Dieselkraftstoff nach DIN 589 für ca. 2,65 Kilogramm CO2 verantwortlich ist, spart man ca. 286.200 Kilogramm CO2. Oder um es ein wenig plastischer darzustellen: Insgesamt mehr als sieben LKWs mit einer Ladung von jeweils 40 Tonnen CO2 bleiben der Umwelt am Feldberg durch den Einsatz von Neste MY anstatt des Dieselkraftstoffs erspart.

Problemloser Einsatz

Dabei ist der Einsatz des in Deutschland immer beliebter werdenden umweltfreundlichen HVO-Dieselkraftstoffs Neste MY zum Betrieb moderner Motoren wirklich problemlos: Neste MY kann die vorhandene Tankstellen-Infrastruktur problemlos nutzen. Außerdem können die Motoren, auch wenn einmal keine Tankstelle in der Nähe sein sollte, ohne Probleme mit „normalem“ Diesel wechselseitig betrieben werden.

Klare Luft – klarer Diesel Neste MY. Der zu 100 % aus erneuerbaren Rohstoffen bestehende Diesel trägt dazu bei, die Schönheit der Natur zu erhalten. (Foto: Thomas Latzel)
Sauberer Diesel – saubere Abgase

An eines müssen sich die Gäste des Skigebiets Feldberg allerdings gewöhnen: Wenn die zahlreichen Pistenraupen nachts ihre Arbeit verrichten, gehören die schwarzen Rauchfahnen, die sie unter Volllast gern schon einmal hinter sich herziehen, der Vergangenheit an. Paraffinische Kraftstoffe, wenn sie der Norm DIN EN 15940 entsprechen, sind nicht nur klar und fast geruchlos, sondern stoßen auch deutlich weniger Ruß bzw. Feinstaub aus. Diese Tatsache ist ihrem hohen Reinheitsgrad geschuldet, ein untrügliches Markenzeichen der ebenso modernen wie umweltfreundlichen neuen Kraftstoff-Generation. 

Paraffinischer Diesel lange haltbar

Ein weiterer Vorteil bleibt eher für die breite Öffentlichkeit unbemerkt. Paraffinische Kraftstoffe wie Neste MY verfügen über eine hervorragende Altersstabilität im Vergleich zu fossilen Dieselkraftstoffen, insbesondere B7-Diesel (mit ca. 7 % Biodiesel). Auch die Ausprägung der sogenannten „Dieselpest“ findet so gut wie nicht statt, wie Laboruntersuchungen anhand von fast zehn Jahre alten Rückstellmustern, die zudem noch unter widrigen Bedingungen gelagert wurden, ergaben. Ein Vorteil, der sich insbesondere bei saisonal benutzen Fahrzeugen wie Pistenraupen, aber auch Yachten und Segelbooten immer wieder zeigt. Nicht zuletzt deshalb werden paraffinische Kraftstoffe wie Neste MY auch zunehmend in den Tanks von Notstromaggregaten verwendet. Auch für den Notbetrieb der Seilbahn am Feldberg plant man deshalb jetzt mit Neste MY, um auf Nummer sicher zu gehen.

Sessellift mit drei Wintersportlern am Feldberg im Schwarzwald.
Wenn der Strom mal ausfällt, sorgt der paraffinische Diesel Neste MY dafür, dass Notstromaggregate generell zuverlässig starten. (Foto: Liftverbund Feldberg)
Bis zu minus 32 Grad kältebeständig

Ein weiteres Plus für paraffinische Kraftstoffe: Sie sind bis zu minus 32 Grad kälteresistent und neigen nicht dazu, vorher bereits leichte „Flöckchen“ im Kraftstoff zu bilden, die geeignet sind, bei weit geringeren Minusgraden bereits die Kraftstofffilter zu verstopfen.

Deutlich weniger Feinstaub

Experten sind sich deshalb längst einig: Für saisonale Anwendungen sowie Nutzungen denen es zusätzlich auf deutlich reduzierte Emissionen wie beispielsweise CO2 oder Feinstaub ankommt, sind paraffinische Kraftstoffe wie Neste MY die erste Wahl.

CO2-Reduktion nicht nur für Skigebiete

Bleibt nur zu hoffen, dass in Kürze alle Interessenten in den Genuss dieses Kraftstoffs kommen, der bisher nur geschlossenen Flotten und der öffentlichen Hand (als Erfüllungsoption des Saubere-Fahrzeug-Beschaffungs-Gesetzes) vorbehalten ist, denn dann müssten die Bewohner der Städte deutlich weniger Feinstaub einatmen und die Städte selbst könnten in ihrer Umweltbilanz auch deutlich weniger CO2-Emissionen ausweisen.

Das könnte Sie auch interessieren

Neste MY HVO-Bootstankstelle am Bodensee

Neste MY HVO-Bootstankstelle am Bodensee

Als erste deutsche Marina stellte der Hafen für Freizeitboote und Yachten die Marina-eigene Tankstelle im Mai 2023 auf den nachhaltigen Kraftstoff um.