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Do, 29.02.2024 | Heizöl-News

Ölpreise setzen Preisanstieg im Februar fort – OPEC-Kürzungen stützen – Heizöl heute günstiger

Die Ölpreise haben am Donnerstagmorgen ihre Rückgänge vom Vortag ausgeweitet. Ein unerwartet starker Anstieg der US-Rohölvorräte hatte bereits gestern die Sorgen über eine schwache Nachfrage neu angefacht. Der US-Rohölpreis wurde am Mittwoch um 0,42% leichter bei 78,54 Dollar pro Barrel festgestellt, während die Atlantiksorte Brent kaum verändert bei 83,68 Dollar aus dem Handel gegangen war.

Ölpreise legten im Februar bislang um 2% zu
Auch wenn heute noch ein Handelstag aussteht, kann eine erste Bilanz gezogen werden. Auf Monatssicht betrachtet, hat der Anstieg der Rohölpreise um rund 2% die Notierungen im Februar an das obere Ende der seit Jahresbeginn bestehenden engen Handelsspanne gebracht. Bereits zu Ende Januar waren die Preise auf den höchsten Stand seit November 2023 gestiegen.

OPEC wird Förderkürzungen wohl ausweiten
Das Plus kam vor allem durch die Angebotskürzungen der OPEC und ihrer Verbündeten zustande. Es wird allgemein erwartet, dass sich das Kartell auf eine Verlängerung der Kürzungen im zweiten Quartal einigen wird.

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Novak hatte Anfang der Woche betont, es sei noch zu früh, um zu sagen, ob die freiwilligen Förderkürzungen der OPEC+-Staaten verlängert würden. Dennoch haben einige Banken, darunter die renommierten Analysten von Goldman Sachs zuletzt erklärt, dass sie von einer Verlängerung der Kürzungen ausgehen würden.

Lage im Roten Meer stützt Ölpreise
Neben der Aussicht auf längere Förderkürzungen haben auch die Spannungen im Nahen Osten, einschließlich der Unterbrechung des Schiffsverkehrs auf dem Roten Meer, die Preise seit Jahresbeginn unterstützt.

Nach Angaben der US Energy Information Administration (EIA) wurden vor dem Aufflammen der Huthi-Attacken im letzten November täglich etwa 7 Millionen Barrel Rohöl und Erdölprodukte durch das Rote Meer transportiert, was 12% des Rohölhandels auf dem Seeweg entspricht.

Von den Angriffen der Huthi-Miliz sind nach US-Angaben 55 Länder betroffen, die auf den Handel über das Rote Meer angewiesen sind. Mehr als 12 große Reedereien haben mittlerweile den Transit durch das Gebiet bisher eingestellt, das u.a. die Versicherungskosten für Schiffe und Besatzung enorm gestiegen sind.

US-Militär meldet 230 Angriffe auf Huthi-Stellungen
Gestern hatte das US-Zentralkommando erklärt, es habe über Nacht fünf Huthi-Drohnen im Roten Meer abgeschossen. Das US-Verteidigungsministerium hatte zudem im Rahmen einer Anhörung des Ausschusses für auswärtige Beziehungen des Senats mitgeteilt, dass bislang 230 Ziele im Jemen angegriffen wurden, seit US-Präsident Biden im vergangenen Monat Luftangriffe angeordnet hat.

Fregatte Hessen wehrt erstmals Huthi-Angriff ab
Wie am Mittwoch zudem bekannt wurde, hat die zum Schutz von Handelsschiffen eingesetzte deutsche Fregatte „Hessen“ am Dienstagabend erstmals einen Angriff der aus dem Jemen agierenden Huthi-Miliz abgewehrt. Das an der EU-Militärmission „Aspides“ beteiligte Schiff schoss dabei hintereinander zwei Drohnen ab.

Abschläge beim Heizöl
Nachdem die Notierungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, gestern zurückgingen und heute Morgen bislang stabil bleiben, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region etwa –0,70 bis -1,20 Euro pro 100 Liter weniger bezahlen als noch zur Wochenmitte.

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