HVO100 unterstützt die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen mit langen Standzeiten
Stadt Öhringen setzt bei Feuerwehr und Bauhof auf Neste MY Renewable Diesel
Die Stadt Öhringen nutzt seit 2016 Neste MY Renewable Diesel in einem Teil ihres Fuhrparks. Zu den wichtigsten Anwendern gehören die Freiwillige Feuerwehr und der städtische Bauhof. Ausschlaggebend für die Umstellung waren vor allem die Anforderungen an Fahrzeuge, die häufig nur kurze Strecken zurücklegen oder über längere Zeit einsatzbereit vorgehalten werden.
Nach Angaben der Stadt konnten durch den Einsatz von Neste MY Renewable Diesel seit der Einführung rund 380 Tonnen Treibhausgasemissionen in CO₂-Äquivalenten über den Lebenszyklus des Kraftstoffs gegenüber fossilem Diesel vermieden werden. Grundlage sind die Herstellerangaben sowie die Berechnung nach den Vorgaben der EU-Richtlinie RED II.
Lange Standzeiten stellen besondere Anforderungen
Feuerwehrfahrzeuge unterscheiden sich in ihrem Einsatzprofil deutlich von Fahrzeugen im täglichen Straßenverkehr. Viele Fahrzeuge werden nur selten bewegt, müssen aber jederzeit sofort einsatzbereit sein. Für Heinz Küstner, Gerätewart der Freiwilligen Feuerwehr Öhringen, spielte deshalb insbesondere die Lagerstabilität des Kraftstoffs eine wichtige Rolle:
„Um die ständige Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehrfahrzeuge zu gewährleisten, tanken wir schon nach, wenn der Tank nur zu einem Viertel geleert ist. Dadurch fehlt der entsprechende Durchsatz im Tank, bestimmte Dieselmengen können schon mal deutlich älter als ein Jahr sein.“
Nach Angaben der Mineralölbranche und verschiedener Motorenhersteller sollte Dieselkraftstoff mit FAME-Anteil bei längeren Lagerzeiten regelmäßig erneuert werden, da Kraftstoffalterung und mikrobielles Wachstum begünstigt werden können.
Thilo Michler (OB Öhringen), Roland Weissert (Geschäftsführer EDi Hohenlohe), Klaus Töpfer und Sebastian Dörr (v.l.) bei der Erstbetankung eines Fahrzeugs der Stadt Öhringen mit HVO im Jahr 2016.
Erfahrungen mit mikrobiellem Wachstum im Kraftstoffsystem
Vor der Umstellung auf Neste MY Renewable Diesel hatte die Feuerwehr nach eigenen Angaben wiederholt Probleme mit Ablagerungen im Kraftstoffsystem. Heinz Küstner berichtet: „Wir hatten bei zwei Löschfahrzeugen, einem IVECO und einem MAN genau das Problem, dass sich während der Einsatzfahrt die Kraftstofffilter zusetzten und der Motor abstarb. Letztlich mussten wir die Tanks reinigen, teilweise wegen der Schwallbleche in den Tanks sogar eine Revisionsklappe einbauen, um die Dieselpest vollends zu entfernen. Danach wurden noch sämtliche Kraftstoffleitungen und Filter getauscht, die ebenfalls mit so einem schlotzigen Zeug verstopft waren.“
Nach der Umstellung auf Neste MY Renewable Diesel traten diese Probleme nach Angaben der Feuerwehr bei den mit diesem Kraftstoff betriebenen Fahrzeugen nicht mehr auf. „Mit dem HVO (Neste MY Renewable Diesel) hatte sich das Problem dann erledigt“, so Küstner.
Vorteile bei kalten Temperaturen
Auch die Kälteeigenschaften des Kraftstoffs spielten für die Feuerwehr eine wichtige Rolle. Weil die Tanks regelmäßig nachgefüllt werden, verbleibt der Kraftstoff häufig über längere Zeit im Fahrzeug. Gleichzeitig werden die Fahrzeughallen heute weniger beheizt als früher.
Heinz Küstner beschreibt die Erfahrungen: „Auch in diesem Bereich musste die Feuerwehr Öhringen früher schon leidige Erfahrungen sammeln und konnte teilweise nur mit ‚Ach und Krach‘ noch den Einsatzort erreichen.“
Nach Herstellerangaben ist Neste MY Renewable Diesel ganzjährig bis mindestens -22 °C kältestabil. Nach Angaben der Feuerwehr konnten seit der Umstellung keine vergleichbaren Probleme mehr beobachtet werden.
Erfahrungen aus dem Einsatzbetrieb
Neben der Lagerstabilität berichtet die Feuerwehr auch von positiven Erfahrungen im täglichen Einsatz. Nach Angaben von Heinz Küstner konnten die Fahrzeuge seit der Umstellung ohne Einschränkungen eingesetzt werden. Für die Feuerwehr steht dabei vor allem die zuverlässige Einsatzbereitschaft im Vordergrund: „Neste MY Renewable Diesel gehört in jedes mit Diesel betriebene Feuerwehrfahrzeug, um die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.“
Lokale Emissionen im Arbeitsalltag
Feuerwehrfahrzeuge laufen an Einsatzstellen häufig im Stand weiter, um Pumpen und weitere Aggregate mit Energie zu versorgen. Deshalb kommt das Einsatzpersonal regelmäßig mit den Abgasen der Fahrzeuge in Kontakt. Nach Herstellerangaben können beim Einsatz von Neste MY Renewable Diesel gegenüber fossilem Dieselkraftstoff unter bestimmten Bedingungen geringere Partikel- und Stickoxidemissionen auftreten. Die tatsächlichen Werte hängen unter anderem vom Motor, dessen Wartungszustand und den jeweiligen Betriebsbedingungen ab.
Ein schöner Nebeneffekt bei der Nutzung von HVO: Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist wieder uneingeschränkt gewährleistet.
Seit 2016 im Einsatz
Ursprünglich wurde Neste MY Renewable Diesel eingeführt, um die Zuverlässigkeit der Feuerwehrfahrzeuge bei langen Standzeiten zu verbessern. Nach den Erfahrungen der Freiwilligen Feuerwehr Öhringen hat sich der Kraftstoff im eigenen Fuhrpark bewährt. Aus diesem Grund erklärt sich Gerätewart Heinz Küstner bereit, seine Erfahrungen auch mit anderen Feuerwehren zu teilen.
Interessierte Feuerwehren können sich nach Angaben der Stadt Öhringen unter der Rufnummer 07941 / 2029 direkt an ihn wenden.
Hinweis:
Die Angaben zur Treibhausgasbilanz beziehen sich auf den gesamten Lebenszyklus des Kraftstoffs und basieren auf Herstellerangaben sowie der Berechnungsmethodik nach der EU-Richtlinie RED II. Aussagen zu Lagerstabilität, Kraftstoffalterung und den Erfahrungen im Einsatzbetrieb beruhen auf den Beobachtungen der Freiwilligen Feuerwehr Öhringen und können je nach Fahrzeug, Kraftstoffsystem, Lagerbedingungen und Einsatzprofil unterschiedlich ausfallen.




