Die neue Woche beginnt bei den Ölmärkten mit langsam sinkenden Preisen. Die geopolitischen Risiken und Sorgenfaktoren an den Ölmärkten werden langsam wieder entspannter, auch wenn sie damit noch nicht aus der Welt verschwunden sind. Dennoch rückt damit wieder die erwartete Überversorgung der Ölmärkte ins Visier.
Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Die Entspannungen an den Ölmärkten sorgten im Verlauf der letzten Tage für langsame Preisrückgänge. So handelt Heizöl aktuell knapp -0,45 Euro günstiger als zum Abschluss der Vorwoche, und im deutschlandweiten Durchschnitt etwa -1,22 Euro günstiger als am Montag der vergangenen Woche. Schaut man auf die Preise von vor einem Monat wird Heizöl heute knapp teurer verkauft, mit Aufschlägen um durchschnittlich +1,54 Euro.
Langfristige Preisentwicklung
Bei der langfristigen Preisentwicklung lassen sich die allgemein zurückgehenden Preise am Ölmarkt gut verfolgen. So zahlen Abnehmer zur derzeitigen Mitte der Wintersaison knapp -4,62 Euro weniger als vor 3 Monaten in der Herbstsaison. Außerdem sind die aktuellen Heizölpreise weit günstiger als in den vergangenen Jahren um Februar herum. So zahlen Heizölkäufer in Deutschland heute durchschnittlich -6,53 Euro weniger als Mitte Februar 2025, und -14,11 Euro, entsprechend -13,1 Prozent, weniger als am 16.02.2024.

Was spricht aktuell für steigende Preise?
– Handelsdeal zwischen USA und Indien
Immer mehr indische Ölbetriebe entscheiden sich dafür, ihre Ölimporte aus Russland drastisch einzuschränken. Damit muss ihre Nachfrage durch das sonstige, weltweite Angebot gedeckt werden, was zu Umstellungen von Lieferwegen und leichten Preiserhöhungen führen kann.
– USA verstärkt Armada vor Iran…
Angaben der USA zufolge sei ein zweiter Flugzeugträger auf dem Weg in den nahen Osten, um im Bedarfsfall zusätzlich militärischen Druck gegen den Iran zu bieten. US-Präsident Trump betonte dazu außerdem, dass man auf „Harte Maßnahmen“ vorbereitet sei, sollten die Atomgespräche schlecht laufen.
Was spricht aktuell für sinkende Preise?
– … dennoch beide Parteien offen für Atomgespräche
Trotz der militärischen Verstärkungen, wollen beide Länder Atomgespräche rund um den Iran weiter fortführen. Dabei könnten die Verhandlungen bereits morgen fortgesetzt werden. Klare Ergebnisse werden jedoch erst im Laufe einiger Wochen erwartet.
– Anstieg von Venezuelas Rohölexporten
US-Ministerien und Ölfirmen planen erhebliche Anstiege bei den Ölproduktionen und Exporten in bzw. aus Venezuela. Diese sollen bereits im Januar erheblich gestiegen sein und sollen auch im restlichen Jahresverlauf massiv anstiegen.
– Überversorgung am Ölmarkt weiter im Fokus
Verschiedene Behörden und auch große Ölfirmen unterstreichen immer wieder die erwartete Überversorgung am weltweiten Ölmarkt, einige gehen dabei von Überversorgungen über täglich 3,5 Mio. Barrel im Jahr 2026 aus. Das enorme Angebot stellt dementsprechend die Nachfrage damit aktuell komplett in den Schatten.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 16.02.2026



