Fr., 24.04.2026 | Heizöl-News

Nahost-Unsicherheiten und fragile Waffenruhen drücken Ölpreise weiter hoch

Woche 8 im Iran-US-Israel-Konflikt neigt sich dem Ende, ein echter Frieden ist jedoch noch nicht in Sicht. Die (See)-Straße von Hormus und damit die wichtigste Exportroute aus Nahost ist weiterhin gesperrt, sodass nur ein einstelliger Prozentsatz des sonst üblichen Schiffverkehrs die Meerenge passieren kann. Und auch wenn es neue und bestehende Waffenruhen geben soll, wird sich von allen Seiten nur bedingt an sie gehalten.

USA und Iran fangen Schiffe ab, auch unter Waffengewalt
Auch wenn der Konflikt im Nahen Osten weiterhin scharf bleibt, kündigte US-Präsident Donald Trump am Dienstag einseitig eine Verlängerung der Waffenruhen zwischen den USA und dem Iran an. Wie unsicher diese Ruhe ist, zeigt sich jedoch insbesondere dadurch, dass die Seiten dennoch bereit sind, Schiffe insbesondere nahe der Straße von Hormus unter Waffengewalt abzufangen oder aufzuhalten.

Dennoch reden die Seiten davon, dass sie ihre Angriffe aufeinander einstellen wollen, wenn auch mit allgemeiner Vorsicht zu dem Vorhaben. So kam in der Nacht zum Freitag ein weiterer US-Flugzeugträger im Arabischen Meer an, zudem wurde der Befehl erteilt, alle möglichen Minenlegeschiffe sofort anzugreifen und zu zerstören. Und auch der Iran meldete, man bleibe weiter in Alarm- und Angriffsbereitschaft falls Eskalationen zustande kommen könnten.

Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert, nicht eingehalten
Während Sicherheits-Insidern zufolge die Angriffe Israels auf den Iran seit einigen Tagen eingestellt wurden, kommt es noch immer zu regelmäßigen Angriffen zwischen Israel und dem Libanon, genauer genommen der Hisbollah-Miliz, trotz bestehender Waffenruhen. Dennoch wurde die Waffenruhe laut US-Präsident Trump um drei Wochen verlängert, obwohl sie in den letzten Wochen immer wieder aufs neue gebrochen wurde.

Zuletzt gab das israelische Militär an, eine Raketenabschussrampe der Hisbollah angegriffen zu haben, nachdem die Miliz trotz bestehender Waffenruhen Raketen auf den Norden Israels abgefeuert habe. Die stetige Unsicherheiten zu Waffenstillstand, Verhandlungen und Konflikt hält auch die Ölmärkte unruhig, während die anhaltende Sperre der Straße von Hormus die Preise an den Ölbörsen in den letzten Tagen stetig weiter ansteigen ließ.

Moderate Aufschläge bei Heizöl erwartet
Mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und den weiterhin stark eingeschränkten Ölexporten durch die Straße von Hormus steigen die Preise an den Ölbörsen und in direkter Konsequenz auch bei Heizöl. In der Bundesrepublik muss heute deshalb mit durchschnittlichen Preisaufschlägen über +3,20 bis +4,70 Euro pro 100 Liter Heizöl gegenüber Donnerstagvormittag gerechnet werden. Aufgrund der anhaltenden und fragilen Unsicherheiten im Nahen Osten sind diese Zahlen jedoch nur Näherungen und können sich potentiell schnell und stark ändern.

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