Fr., 10.04.2026 | Heizöl-News

Iran-Verhandlungen starten – Straße von Hormus bleibt ein Nadelöhr

Eigentlich hatte der Iran die Straße von Hormus bereits im Zuge des zweiwöchigen Waffenstillstands wieder freigeben sollen. Die Fortsetzung der israelischen Angriffe auf den Libanon führten allerdings dazu, dass Teheran kurz nach der Waffenruhe mitteilte, man werde die Durchfahrt durch die Meerenge für internationale Schiffe doch wieder einschränken. Alle Hoffnungen liegen nun auf den heutigen Verhandlungen in Pakistan.

Iran will maximal 15 Schiffe pro Tag erlauben 
Aus iranischen Insiderkreisen hieß es zudem, Teheran werde während des Waffenstillstands pro Tag „weniger als 15 Schiffe die Straße von Hormus passieren“ lassen. Eine anonyme Quelle führte aus: „Diese Durchfahrt ist strikt an die Zustimmung Irans und die Einhaltung eines spezifischen Protokolls gebunden. Dieser neue, unter der Aufsicht der Revolutionsgarden stehende regulative Rahmen wurde den regionalen Akteuren offiziell mitgeteilt. Eine Rückkehr zum Vorkriegsstatus quo ist ausgeschlossen.“

Von einer Öffnung der Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr kann bislang also wahrlich nicht die Rede sein und so bleiben die Angebotssorgen am Ölmarkt vorerst weiter bestehen. Nach wie vor stecken mindestens 800 Schiffe im Persischen Golf fest, zählt man jene mit, die auf der anderen Seite auf die Durchfahrt warten, sind es annähernd 2.000 Schiffe.

 

Alle Augen auf Islamabad
Die Weltöffentlichkeit blickt deshalb heute mit großer Spannung auf Pakistan, wo in der Hauptstadt Islamabad erstmals seit Kriegsausbruch Verhandlungen geführt werden sollen. Noch ist allerdings unklar, ob diese tatsächlich heute starten, oder – laut Weißem Haus – erst am Samstag. Angesichts der vielen Vorwürfe und Drohungen, die sowohl von iranischer, als auch von US-Seite im Vorfeld laut wurden, dürfte es wohl schon als Erfolg gewertet werden, dass die Gespräche noch nicht abgesagt wurden.

 

Dabei hatte sich auch Donald Trumps Unmut an Irans Umgang mit der Straße von Hormus entzündet. Er warf Teheran bei der versprochenen Öffnung der Meerenge „sehr schlechte Arbeit“ vor, die man auch als „unredlich“ bezeichnen könne. Zudem kritisierte er das vom Iran geforderte Maut-System und warnte den Iran, besser keine Gebühren für die Passage durch die Seestraße zu erheben. Es bleibt nun abzuwarten, ob sich bei den kommenden Verhandlungen eine Lösung finden lässt.

 

Inlandspreise wieder etwas höher
Die Waffenruhe im Nahen Osten steht auf äußerst wackeligen Beinen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus bleibt faktisch blockiert. Entsprechend klettern die Ölpreise zum Ende der Woche wieder und ziehen auch die Inlandspreise wieder mit nach oben. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich deshalb auf durchschnittlich +3,05 bis +4,05 Euro pro 100 Liter im Vergleich zu gestern Vormittag einstellen. Aufgrund der hohen Unsicherheit am Markt muss allerdings weiterhin mit Volatilität und je nach Region mit Abweichungen gerechnet werden.

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