Sa., 01.07.2023 | EDi-News

Bioethanol, Fahrzeugfreigaben und Einsatzmöglichkeiten im Überblick

E10: Was Autofahrer über den Kraftstoff wissen sollten

Immer mehr Autofahrer entscheiden sich beim Tanken für Super E10. Gründe dafür sind unter anderem der häufig niedrigere Preis gegenüber Super E5 und die hohe Fahrzeugkompatibilität. Nach aktuellen Untersuchungen können mehr als 99 Prozent der in Deutschland zugelassenen Benzinfahrzeuge mit E10 betrieben werden.

Zapfpistole mit Super E20

Super E10 ist heute für den überwiegenden Teil der in Deutschland zugelassenen Benzinfahrzeuge nach Herstellerfreigabe geeignet. (Foto: Teresa Kröger)

Was unterscheidet E5 und E10?

Die Bezeichnungen E5 und E10 geben den maximal zulässigen Ethanolanteil im Kraftstoff an.

  • E5 enthält bis zu fünf Volumenprozent Ethanol.
  • E10 enthält bis zu zehn Volumenprozent Ethanol.

Beide Kraftstoffe müssen die Anforderungen der DIN EN 228 erfüllen. Der tatsächliche Ethanolgehalt kann unterhalb dieser Höchstwerte liegen. Für die Kraftstoffqualität ist entscheidend, dass alle Vorgaben der Norm eingehalten werden.

Welche Fahrzeuge dürfen E10 tanken?

Nach Untersuchungen des Instituts Automotive Powertrain der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes sind über 99 Prozent des zugelassenen Benzinfahrzeugbestands für E10 geeignet. Nicht freigegeben sind überwiegend ältere Fahrzeuge und einzelne Oldtimer. Vor dem Tanken sollte die Freigabe des Fahrzeugherstellers geprüft werden.

Warum ist E10 häufig günstiger?

Der Preisunterschied zwischen E5 und E10 ergibt sich aus verschiedenen Markt- und Steuerungsmechanismen. An vielen Tankstellen liegt der Preis von E10 mehrere Cent pro Liter unter dem von Super E5.

Welche Rolle spielt Bioethanol?

Bioethanol wird Kraftstoffen beigemischt, um den Anteil erneuerbarer Energie im Verkehrssektor zu erhöhen.

Nach Angaben der deutschen Bioethanolbranche stammen die eingesetzten Rohstoffe unter anderem aus Futtergetreide sowie weiteren landwirtschaftlichen Rohstoffen, die nicht unmittelbar für die menschliche Ernährung bestimmt sind.

Während der Herstellung entstehen zusätzlich weitere Produkte, beispielsweise Eiweißfuttermittel für die Tierhaltung sowie Kohlendioxid für industrielle Anwendungen.

E10: Was Autofahrer über den Kraftstoff wissen sollten

BMW hat seine neueren Motoren ausdrücklich sogar für E25 freigegeben, wie der Eintrag an der Tankklappe dokumentiert. (Foto: Teresa Kröger)

Welche Rolle spielt Bioethanol?

Bioethanol wird Kraftstoffen beigemischt, um den Anteil erneuerbarer Energie im Verkehrssektor zu erhöhen. Nach Angaben der deutschen Bioethanolbranche stammen die eingesetzten Rohstoffe unter anderem aus Futtergetreide sowie weiteren landwirtschaftlichen Rohstoffen, die nicht unmittelbar für die menschliche Ernährung bestimmt sind. Während der Herstellung entstehen zusätzlich weitere Produkte, beispielsweise Eiweißfuttermittel für die Tierhaltung sowie Kohlendioxid für industrielle Anwendungen.

Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus

Nach Angaben der deutschen Bioethanolwirtschaft trägt die Beimischung von Bioethanol zur Verringerung der Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus von Ottokraftstoffen bei.

Wie hoch diese Minderung ausfällt, hängt unter anderem von

  • den eingesetzten Rohstoffen,
  • den Herstellungsverfahren,
  • den Transportwegen
  • sowie den gesetzlichen Berechnungsvorgaben ab.

Die Berechnung erfolgt nach den Vorgaben der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II).

Entwicklungen bei den Fahrzeugherstellern

Mehrere Fahrzeughersteller entwickeln ihre Ottomotoren bereits für höhere Ethanolanteile. So weisen einzelne aktuelle BMW-Modelle nach Herstellerangaben eine Freigabe bis E25 auf. Auch andere Hersteller beschäftigen sich mit Kraftstoffen mit höheren Ethanolanteilen für verschiedene internationale Märkte. Maßgeblich bleiben stets die Freigaben des jeweiligen Fahrzeugherstellers.

Zapfsäule mit Super E20

In zahlreichen europäischen Ländern gehört Super E10 bereits zum Standardangebot an Tankstellen. (Foto: Teresa Kröger)

Fazit

Für den überwiegenden Teil der in Deutschland zugelassenen Benzinfahrzeuge ist Super E10 nach Herstellerfreigabe geeignet.

Neben dem häufig niedrigeren Kraftstoffpreis spielt für viele Nutzer auch der Beitrag von Bioethanol zur Verringerung der Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus eine Rolle. Vor der Verwendung sollte stets geprüft werden, welche Kraftstoffqualität der Fahrzeughersteller freigibt.

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