Fr., 06.11.2026 | Heizöl-News

Weitere Tankerzwischenfälle in der Straße von Hormus – Ölpreise steigen wieder

Mit der Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen hatte man am Markt neue Hoffnung geschöpft, dass der Druck auf die Trump-Regierung groß genug werden könnte, den Krieg mit dem Iran zu beenden. Allerdings bleibt der Weg bis dahin äußerst steinig und die Risikolage im Persischen Golf unverändert angespannt.

 

Tankerzwischenfälle nehmen zu
So kam es in den letzten Tagen und Wochen wieder verstärkt zu Tankerzwischenfällen in der Region. Der Iran meldete am Donnerstag allein Schäden an drei weiteren Tankern. Nach Angaben der Revolutionsgarden liefen zwei Schiffe auf Seeminen, ein weiteres geriet in Brand. Eine unabhängige Bestätigung lag zunächst nicht vor.

 

Seit Sonntag haben nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit UKMTO mindestens fünf Schiffe Zwischenfälle gemeldet. Die Häufigkeit von Angriffen auf Frachtschiffe liegt damit weiterhin nahe dem bisherigen Höchststand: Im Oktober der Behörde zufolge 35 Schiffe getroffen worden – mehr als in jedem anderen Monat des Krieges.

 

Verhandlungen bleiben schwierig
Parallel beraten iranische Vertreter mit katarischen Vermittlern weiterhin über ein mögliches Ende der Konflikte. Zu den Streitpunkten zwischen Washington und Teheran gehören der Status der wichtigen Straße von Hormus, aber auch die US-Blockade iranischer Häfen, bestehende Sanktionen und das iranische Atomprogramm.

 

Ein Durchbruch bei den jüngsten Annäherungen ist bislang noch nicht geglückt, nach wie vor rechnen manche Marktbeobachter immer noch damit, dass ein amerikanischer Militärschlag auf den Iran bevorstehen könnte. Doch auch ohne einen solchen zeigen die Tankerzwischenfälle, dass die Risiken in der Region hoch bleiben.

 

Inlandspreise
Entsprechend haben auch die Ölpreise wieder zugelegt, was sich auch mit Aufschlägen bei den Inlandspreisen bemerkbar macht. Im Bundegebiet kosten 100 Liter Heizöl deshalb heute im Durschnitt etwa +3,80 bis +5,80 Euro mehr als gestern morgen.

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