Fr., 02.10.2026 | Heizöl-News

Nahost-Durcheinander zwischen Friedenssuche, Angriffen und starken Exporten hält Märkte Volatil – Heizöl günstiger erwartet

Die Ölmärkte sind hin und her gerissen zwischen guten, schlechten und neutralen Meldungen zu Öltransporten und Exporten aus dem Nahen Osten. Starke Exporte freuen die Anleger, Friedensbemühungen, wenn auch mit mäßigem Erfolg, lassen auf Besserung der Lage hoffen, aber neue Angriffe auf Schiffe nahe der umkämpften Meerenge der Straße von Hormus im Südwesten des Irans machen jegliche Positivität wieder hinfällig. Entsprechend kam es nach gestern im Laufe des Tages zu deutlichen Anstiegen der Preise an den Rohölbörsen.

Nahost-Ölexporte vermeintlich nahe Vorkriegsniveau
In den letzten Tagen kamen wiederholt Meldungen auf, dass die Menge der Öltransporte durch die Straße von Hormus nahezu wieder auf Vorkriegs-Niveau angekommen seien. Fast schon ironischerweise sorgt nun aber auch das für Probleme – Da die produzierenden Länder ihre Waren in sicherere Gewässer zur omanischen Küste bringen, sind mittlerweile derart viele Schiffe vor Ort, dass sie sich vereinzelt gegenseitig blockieren und Verladungen sowie Transporte abbremsen. Dennoch muss im Fazit gesagt werden – Die Ölexporte nehmen wieder zu, was den Markt deutlich entlastet.

Angriffe in der umkämpften Meerenge zuletzt deutlich zugenommen
Aber auch die Angriffe auf Schiffe in der Wasserstraße südlich des Iran haben diese Woche wieder deutlich zugenommen. So gingen diese Woche Meldungen zu mindestens 5 verschiedenen Schiffen ein, die laut der maritimen Koordinierungs- und Sicherheitsstelle UKMTO in der Straße von Hormus von unbekannten, vermutlich aus dem Iran gefeuerten Angriffen und Projektilen getroffen wurden. Wie groß die Schäden an den Schiffen sind, ist noch unklar, dennoch machen die Meldungen deutlich, dass trotz zunehmendem Verkehr noch lange keine Sicherheit in der Meerenge herrscht.

USA plant Verstärkung der Militärpräsenz im Nahen Osten
Angaben eines Regierungsvertreters der USA zufolge lässt das Pentagon derzeit einen dritten Flugzeugträger und 10.000 zusätzliche Marinesoldaten in Richtung des Nahen Osten verlegen. So soll der Handlungsspielraum erweitert werden, sollte es zu einer Ausweitung der Angriffe und weiteren Eskalationen kommen. Damit wären die Streitkräfte und Waffensysteme wieder auf einem Niveau wie im April, bevor sich die Lage im Spätfrühling etwas beruhigte. Die Märkte reagieren entsprechend nervös auf diese Entwicklungen, da sie klar entgegen möglicher Friedensfindungen im Nahen Osten verlaufen.

Gemischte Signale aus Nahost – Heizölpreis nimmt vorerst ab
Die Ölbörsen und Märkte finden sich aktuell in einem deutlichen Durcheinander, zwischen stabilerer Versorgung, anhaltender Konfliktsorgen und unsicheren Entwicklungen. Dennoch gab es bei den Produkten seit Donnerstagvormittag deutliche Preisnachlässe, von denen Heizölkäufer aktuell profitieren können. So wird der durchschnittliche Heizölpreis in der Bundesrepublik aktuell mit deutlichen Abschlägen über -3,25 bis -4,85 Euro pro 100 Liter gegenüber Donnerstagvormittag erwartet. Dennoch sind die Preisentwicklungen aufgrund der anhaltenden, geopolitischen Anspannungen weiterhin unsicher, weshalb die Zahlen sich jederzeit ändern können.

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