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Di, 01.11.2022 | Heizöl-News

OPEC: Ölnachfrage bleibt noch lange stark

OPEC: Ölnachfrage bleibt noch lange stark

Die OPEC hat gestern ihren jährlich erscheinenden „World Oil Outlook“ veröffentlicht. Der langfristige Ölmarktbericht der Organisation ölproduzierender Länder zeigt, dass die OPEC noch bis mindestens 2045 mit einer steigenden Ölnachfrage rechnet. Zudem warnte sie erneut davor, sich komplett von fossilen Brennstoffen zu verabschieden.

 

Ölnachfrage bleibt auch langfristig stark
Die OPEC rechnet offenbar damit, dass der weltweite Ölverbrauch bis 2035 auf etwa 109,5 Millionen Barrel pro Tag steigen und dann bis mindestens 2045 auf diesem Level bleiben wird. Aktuell liegt der globale Ölbedarf bei knapp 100 Millionen Barrel pro Tag. Die OPEC hat damit ihre Nachfrageprognosen aus dem letztjährigen Bericht nach oben korrigiert.

 

Rohöl wichtiger Bestandteil der globalen Energieversorgung
Aus Sicht der OPEC bleibt Rohöl noch lange unverzichtbar, nicht zuletzt, weil eine „starke Konzentration auf Fragen der Energiesicherheit“ zu bemerken ist, die zu einer langsameren Substitution von Öl durch andere Brennstoffe wie Erdgas führe, dessen Preis aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine in die Höhe geschnellt sei. Insgesamt sieht die OPEC den Anteil von Rohöl im weltweiten Energiemix bis 2045 immer noch bei 29 Prozent. Aktuell liegt er bei etwa 31 Prozent.

 

Forderungen nach stärkeren Investitionen
Im Rahmen der starken Nachfrageaussichten wiederholte die OPEC auch wieder ihre Forderung nach höheren Investitionen in die Ölindustrie. So warnte OPEC-Generalsekretär Haitham Al Ghais davor, dass ein vollständiger Ausstieg aus der fossilen Energie „potenziell gefährlich für eine Welt ist, die weiterhin nach allen Energiequellen dürstet“. Es seien Investitionen in Höhe von 12,1 Billionen Dollar erforderlich, um die erwartete Nachfrage zu decken – 300 Milliarden Dollar mehr als im vorigen Jahr erwartet.

 

OPEC mit Einzelmeinung
Mit diesen langfristigen Prognosen steht die OPEC allerdings ziemlich alleine da, denn die meisten Expertinnen und Experten rechnen damit, dass die Nachfrage gegen Ende dieses Jahrzehnts ihren Höhepunkt erreichen wird, da die Bedrohung durch den Klimawandel die Umstellung auf erneuerbare Energien weltweit vorantreibt. In wenigen Tagen beginnt deshalb in Ägypten die nächste UN-Klimakonferenz, bei der wahrscheinlich die Abkehr von fossilen Brennstoffen weiter vorangetrieben wird.

 

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