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Fr, 02.09.2022 | Heizöl-News

OPEC+ Meeting wirft seine Schatten voraus

OPEC+ Meeting wirft seine Schatten voraus

Es bleibt volatil an den Ölbörsen und so orientieren sich die Ölpreise am letzten Handelstag der Woche wieder nach oben. Dabei wirft das am kommenden Montag bevorstehende Treffen der OPEC+ schon seine Schatten voraus, denn die Produzentenallianz aus 23 Ländern könnte seine Fördermengen vielleicht wieder reduzieren. Ein deutlicher Preisanstieg wäre wohl die Folge.

 

Aus Sicht der OPEC+ könnte eine neuerliche Produktionskürzung vielleicht schon bald wieder nötig werden. Dies führte zumindest der Ölminister des OPEC-Schwergewichtes Saudi-Arabien in der letzten Woche ins Feld und fand sofort Zustimmung bei seinen Verbündeten. Immerhin haben die börsegehandelten Rohölpreise in den vergangen Monaten den starken Anstieg nach Kriegsbeginn wieder ausgeglichen.

 

Zudem ist die globale Nachfrageentwicklung fraglich, denn um die Weltwirtschaft ist es aufgrund der zahlreichen Krisen nicht besonders gut bestellt. Da die hohe Inflationsrate zudem die Notenbanken weltweit dazu zwingt, die Leitzinsen immer weiter anzuheben, droht vielerorts eine Rezession, also ein konjunkturelles Negativwachstum, welche einen massiven Nachfrageeinbruch nach sich ziehen dürfte.

 

Dennoch glauben die meisten Marktbeobachter nicht, dass die OPEC+ schon am Montag neue Kürzungen beschließen wird. Dafür dürfte die Angebotslage noch zu unsicher sein und auch das Preisniveau nicht tief genug. Dass die 23 Mitglieder der Allianz das Thema allerdings besprechen werden und möglicherweise die Weichen für eine Kürzung in absehbarer Zukunft stellen, reicht aus, um die Ölbörsen heute leicht zu stützen.

 

Entsprechend legen auch die Preise  für Heizöl im Inland zu. Verbraucher müssen sich heute im Vergleich zu gestern mit Aufschlägen von bis zu +1,60 bis +2,30 Euro für 100 Liter anfreunden. Im Bundesgebiet kommt aktuell erschwerend hinzu, dass aufgrund des Niedrigwassers im Rhein zahlreiche Transportwege gestört sind und somit die Kosten und die Wartezeiten stark gestiegen sind. Dies ist auch der Grund, weshalb die Preisniveaus innerhalb der verschiedenen Regionen eine enorme Spanne aufweisen.

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