Die börsengehandelten Rohölpreise sind auch in dieser Woche wieder ein gutes Stück geklettert, obwohl die Coronalage weltweit alles andere als entspannt ist. Doch die Händler an den Ölbörsen sind überzeugt davon, dass die Ölnachfrage sich mittelfristig stabilisieren wird und setzen weiter auf steigende Preise. Der Aufwärtstrend der letzten Monate ist ungebrochen.

 

Börsenpreise für Öl so hoch wie seit Februar nicht mehr
Im Frühjahr hatte der Ausbruch der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden flächendeckenden Lockdowns für einen massiven Preiseinbruch gesorgt. Innerhalb kürzester Zeit rauschten die börsengehandelten Rohölpreise in den Keller und wurden zwischenzeitlich sogar zu Minuspreisen gehandelt. Erst die radikalen Kürzungsmaßnahmen der OPEC und zahlreicher weiterer Partnerstaaten konnten ab den Sommermonaten eine gewisse Stabilisierung herstellen.

 

Spätestens ab November, als die Meldungen über wirksame Impfstoffe gegen Covid-19 sich überschlugen, stiegen die Ölpreise wieder deutlich an. Die Händler hatten Hoffnung geschöpft, dass ein Ende der Pandemie und ihrer Auswirkungen zumindest mittel- und langfristig in Aussicht steht. Seitdem haben die Kurse für Rohöl und Ölprodukte, die an den internationalen Rohstoffbörsen gehandelt werden, ein ziemliches Comeback hingelegt.

 

Die europäische Referenzsorte Brent, die in London gehandelt wird, erreichte heute schon einen Höchstwert von 57,42 Dollar. So viel kostete Brent zuletzt am 23. Februar 2020, bevor die Auswirkungen der Pandemie so richtig zuschlugen. Auch die amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) hat längst neue Langzeithochs erreicht und handelt heute mit 53,93 Dollar so hoch wie seit Mitte Februar nicht mehr.

 

Ausblick
Auch die Inlandspreise legen im Fahrwasser der steigenden Börsenpreise zu und so müssen Verbraucher heute mit Aufschlägen rechnen. 100 Liter Heizöl kosten heute durchschnittlich etwa +0,45 bis +0,65 Euro/100l mehr als gestern.

 

 

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