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Mi, 12.06.2024 | Heizöl-News

Ölpreise setzen Erholung fort – EIA und OPEC optimistisch – Heizöl verteuert sich weiter

Die Ölpreise legen zu Handelsbeginn weiter zu und setzen damit den Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Die Ölsorte Brent verteuert sich aktuell um 0,57 Dollar bzw. 0,7% auf 82,40 Dollar pro Barrel, während die US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) um 0,48 Dollar bzw. 0,6% auf  78,74 Dollar anzieht.

EIA und OPEC für Ölnachfrage optimistisch
Die Ölmärkte profitieren zur Wochenmitte von Meldungen, denen zufolge sowohl die US-Energiebehörde EIA als auch die OPEC die weltweite Nachfrage positiv einschätzen. Zudem sind die US-Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken.

Die EIA hob ihre Wachstumsprognose für die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2024 auf 1,10 Mio. Barrel pro Tag an, nachdem sie zuvor von 900.000 Barrel pro Tag ausgegangen war.

OPEC: China wird Nachfrage antreiben
Die OPEC wiederum sieht das Wachstum der Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte um durchschnittlich 2,3 Millionen Barrel pro Tag steigen. Das wären etwa 150.000 Barrel pro Tag mehr als in der ersten Jahreshälfte. Als Grund für die Einschätzung nannte das Kartell gestiegene Erwartungen für den Reiseverkehr und den Tourismus sowie die sich weiter erholende Wirtschaft Chinas.

Quellen: Saudische Ölexporte nach China sinken dritten Monat in Folge
Mit Saudi-Arabien dürfte gerade der Anführer der OPEC vom Comeback der chinesischen Wirtschaft weniger als noch zu früheren Zeiten profitieren. Denn wie der Nachrichtenagentur Reuters gestern von mehreren anonymen Quellen mitgeteilt wurde, sollen die saudischen Öllieferungen an chinesische Abnehmer für den Juli den dritten Monat in Folge zurückgegangen sein.

Diese werden nun bei 36 Millionen Barrel erwartet, gegenüber 39 Millionen Barrel im Juni, und den 45 Millionen im Mai gelieferten Barrel. Als Begründung für die geringeren Käufe wurden vor allem Wartungsarbeiten in den chinesischen Raffinerien genannt.

China findet günstigere Alternativen
Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Den Fakt ist, dass es mittlerweile billigere Alternativen zu saudischem Rohöl gibt. Erst am 5. Juni hatte das Königreich angekündigt, seinen offiziellen Verkaufspreis für Lieferungen nach Asien zu senken. Die erste Preisreduzierung nach fünf Monaten hatte 50 Cent pro Barrel gegenüber den Preisen vom Juni betragen.

Riad will Marktanteile verteidigen
Der Rabatt deutet darauf hin, dass Saudi-Arabien sich eher auf den Marktanteil als auf den Preis konzentriert. Dieser Schritt dürfte für den saudischen Finanzminister schmerzhaft sein, denn die Ölpreise hatten bereits nach dem letzten OPEC+-Treffen am vorletzten Wochenende deutlich nachgegeben.

Russland ist Pekings Hoflieferant
Bereits im vergangenen Jahr wurde Saudi-Arabien von Russland als Chinas größter Öllieferant abgelöst. Im Jahr 2023 hatte Moskau gegenüber dem Vorjahr 24% mehr Rohöl nach China geliefert, während die Transporte von Riad nach China in diesem Zeitraum sogar um 2% einbrachen.

Trotz dieser Entwicklung sind die saudischen Gesamtausfuhren in diesem Jahr bislang gestiegen und erreichten im März sogar ein Neun-Monats-Hoch. Saudi-Arabien ist nach wie vor der größte Öllieferant für Asien, auch wenn die dort einige Abnehmer weniger Öl aus dem Nahen Osten zugunsten von Rohöl aus den Vereinigten Staaten und Brasilien abnehmen.

Heizölpreise wieder mit leichten Aufschlägen 
Nachdem heute im frühen Handel leichte Preissteigerungen für Gasöl, dem Vorprodukt für Diesel und Heizöl, zu beobachten sind, müssen Verbraucherinnen und Verbraucher im Bundesgebiet je nach Region maximal +0,95 Euro bis +1,45 Euro pro 100 Liter mehr bezahlen als noch am Dienstag

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