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Sep 2, 2022 | Aktuelles

Heizöl- und Pellets-Preisrechner vorübergehend abgeschaltet

Wegen der ungewöhnlich hohen Nachfrage und der undurchsichtigen Lage auf dem Energiemarkt haben wir die Online-Bestellmöglichkeit für Heizöl und Holzpellets vorübergehend abgeschaltet. Wir sind aktuell leider nicht in der Lage, alle Anfragen und Bestellungen angemessen und zeitnah zu bedienen. Gerne können Sie Ihre E-Mail-Adresse in das untenstehende Formular eintragen, um benachrichtigt zu werden, sobald der Preisrechner wieder zur Verfügung steht.

Sie erreichen uns weiterhin telefonisch oder per E-Mail. Bitte haben Sie Geduld, falls es dabei zu Wartezeiten kommt. Die tägliche Anzahl der Gespräche ist von unserem Team derzeit kaum noch zu bewältigen. Hier finden Sie deshalb einige Informationen, die Sie sonst auch am Telefon von uns bekommen würden.

Die Lage am Pelletsmarkt

In den Sommermonaten erinnerten wir Sie bisher oft daran, die niedrigen Preise zu nutzen und Ihr Brennstofflager kostengünstig zu füllen. Dieses Jahr ist die Situation völlig anders: Pellets sind heiß begehrt und schwer zu bekommen, die Preise klettern in noch nie gesehene Höhen, unser Personal sowie die Lieferfahrzeuge sind komplett ausgelastet und die Lagerbestände nicht besonders hoch.
Das ist auf der einen Seite eine Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, denn dem Weltmarkt fehlen rund 2 Millionen Tonnen Pellets aus Russland. Auf der anderen Seite steigt die Nachfrage nach Pellets, denn in vielen Heizungskellern werden alte Heizungen gegen moderne Pelletfeuerungen ausgetauscht. In der Folge sind Heizungsbauer, Hersteller, Pelletproduzenten und Lieferanten oft Monate im Voraus ausgebucht. Die Menschen sorgen sich um ihre Versorgung mit Pellets und Medienberichte befeuern die Angst vor einer Energieknappheit weiter, sodass häufig mehr Brennstoff gekauft wird als eigentlich nötig wäre.

Die stark gestiegene Nachfrage kann aber von der Branche zurzeit leider nicht bedient werden. Unsere Holzpellets werden größtenteils regional produziert und entstehen aus Sägespänen und Resten der holzverarbeitenden Industrie, beispielsweise beim Zuschnitt von Bauholz oder der Produktion von Möbeln. Idealerweise fällt dieser Rohstoff gleichmäßig über das Jahr verteilt an. Bisher folgte die Nachfrage nach Pellets dieser Gleichmäßigkeit, was für günstige Preise und Lieferzeiten sorgte. Aktuell wollen jedoch sehr viele Haushalte und Firmen auf einmal ihre Pelletlieferung und wir merken: das wird eng, teuer und langwierig.

Die deutschen Holzreserven stoßen dabei keineswegs an ihre Grenzen. Ganz im Gegenteil wurde bisher nur ein Bruchteil der Holzreste und Sägespäne zu Pellets verarbeitet. Die bestehenden Pelletwerke laufen derzeit auf Hochtouren, aber die Erweiterung der Produktionskapazitäten konnte mit der enorm gestiegenen Nachfrage durch die massive Förderung von Pelletheizungen nicht mithalten. Die Produktion könnte und sollte noch deutlich gesteigert werden, denn klimaneutrale Wärme aus Holz ist sinnvoll und macht uns unabhängig von fossilen Brennstoffen aus Ländern mit einem oft fragwürdigen Verständnis von Menschenrechten.

Die jetzige Situation am Pelletsmarkt wird sich unserer Meinung nach bestimmt wieder ein Stück weit beruhigen. Preise wie früher von rund 200 EUR pro Tonne, halten wir jedoch insbesondere mit Blick auf den kommenden Winter für sehr unwahrscheinlich.

Die Lage am Ölmarkt

Die Versorgungslage auf dem Ölmarkt ist auch besorgniserregend. Uns droht ein weiterer Dürresommer. Ausbleibender Regen sorgt nicht nur für Probleme bei der Wasserversorgung der Bevölkerung, sondern auch für niedrige Pegelstände in den Flüssen. Die Ölversorgung Süddeutschlands erfolgt zu einem erheblichen Teil über Binnenschiffe auf dem Rhein. Die derzeit sinkenden Pegelstände machen das immer schwieriger, da die Schiffe nur mit reduzierter Beladung fahren können. Verschärfen könnte die Lage noch eine drohende Gasknappheit. Zahlreiche Industriebetriebe und Kraftwerke würden ihre Anlagen dann auf Öl umstellen und die Nachfrage weiter anheizen.

Fazit

Aus diesen Gründen können wir die Versorgungslage mit Brenn- und Kraftstoffen im Herbst leider nicht seriös einschätzen – geschweige denn einen Preis nennen. Mit der Auslieferung unseres aktuellen Auftragsbestands sind wir bereits bis Oktober beschäftigt. Jetzt zu einem bestimmten Preis zu verkaufen birgt sowohl für Sie als auch für uns ein hohes Risiko und entspricht nicht unserer Vorstellung von verantwortungsvollem unternehmerischen Handeln. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, die Online-Bestellmöglichkeit abzuschalten.
Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch und geben Sie uns Ihren Bestellwunsch durch. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Versorgung unserer Kunden sicherstellen können und vermerken ihren Bedarf gerne. Leider können wir aber aus den oben genannten Gründen die Lieferung nicht in allen Fällen garantieren.

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