Energiefachmarkt: Neueröffnung nach Umbau

Mai 12, 2020 | Aktuelles

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Auch Pelletmarkt von allgemeinen Preissteigerungen betroffen

Der Pelletpreis war im letzten Jahrzehnt von einer geringen Dynamik geprägt. Die durchschnittliche jährliche Preissteigerung von 2012 bis 2021 lag bei nur 0,24 Prozent; inflationsbereinigt war sogar ein Preisrückgang von 1,44 Prozent zu verzeichnen. Während dieser Zeit gab es einige deutliche Preissprünge, vor allem beim Öl, ohne dass der Pelletpreis hierauf reagiert hätte. Das zeigt: Einen direkten Zusammenhang zwischen der Preisentwicklung von Pellets und fossilen Brennstoffen gibt es nicht.

Es ist im Frühsommer 2022 außergewöhnlich, dass der Pelletpreis weiter steigt, da er um diese Jahreszeit normalerweise rückläufig ist. Die Gründe dafür liegen in den kriegsbedingten globalen Verwerfungen der Energiemärkte, deren Auswirkungen auch den Pelletmarkt treffen. Angesichts einer weiterhin zufriedenstellenden Rohstofflage in Deutschland ist die aktuelle Preissteigerung im Wesentlichen auf eine sprunghaft angestiegene Nachfrage sowie erhöhte Kosten bei Produktion und Transport der Holzpresslinge zurückzuführen – Ursachen, die allgemein für die bei vielen Produkten in Deutschland festzustellende Verteuerung gelten.

Gründe für den hohen Pelletpreis sind:

1. die Sprunghaft erhöhte Nachfrage nach Pelletheizungen, da
– ein zeitnaher Abschied von Öl- und Gasheizungen ansteht, deren Installation ab 2024 verboten werden soll;
– Gas- und Ölpreise drastisch angestiegen sind;
– die Versorgung mit fossilen Brennstoffen unsicher geworden ist.

2. eine allgemeinen Bevorratungsdynamik: Viele Heizungsbetreiber bestellen Pellets auch ohne akuten Bedarf;
3. die erhebliche Kostensteigerung bei Produktion und Anlieferung von Pellets durch hohe Strompreise für Pelletwerke sowie auf Handelsseite zusätzlich hohe Spritpreise.

Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH